Fast niemand hat das in der Schule wirklich sitzen gehabt — und das ist völlig in Ordnung. Hier geht's ganz von vorne los, Station für Station.
Kein Tempo-Druck. Häkchen setzen, wenn's sitzt, und weiter geht's.
Jedes Wort in einem Satz gehört zu einer bestimmten Wortart — einer Kategorie, die zeigt, welche Aufgabe das Wort hat.
Wortarten sagen, was ein Wort ist. Satzglieder sagen, welche Rolle es in einem konkreten Satz spielt.
Wer oder was tut etwas? → Subjekt · Was tut er? → Prädikat · Wem? → Dativobjekt · Wen oder was? → Akkusativobjekt.
Der Artikel verändert sich je nach Rolle des Nomens im Satz. Diese vier Formen heißen Fälle.
| Fall | Frage | Beispiel | Rolle |
|---|---|---|---|
| Nominativ | Wer oder was? | der Hund | Subjekt |
| Genitiv | Wessen? | des Hundes | Besitz |
| Dativ | Wem? | dem Hund | indirektes Objekt |
| Akkusativ | Wen oder was? | den Hund | direktes Objekt |
| Fall | maskulin | feminin | neutrum | Plural |
|---|---|---|---|---|
| Nominativ | der | die | das | die |
| Genitiv | des | der | des | der |
| Dativ | dem | der | dem | den |
| Akkusativ | den | die | das | die |
Genus heißt grammatisches Geschlecht: maskulin (der), feminin (die) oder neutrum (das). "Das Mädchen" ist grammatisch sächlich, obwohl ein Mädchen weiblich ist.
Numerus heißt Anzahl: Singular oder Plural.
Ein Verb verändert seine Endung je nach Person und Zeit. Am Beispiel "spielen":
| Person | Endung | Beispiel |
|---|---|---|
| ich | -e | ich spiele |
| du | -st | du spielst |
| er/sie/es | -t | er spielt |
| wir | -en | wir spielen |
| ihr | -t | ihr spielt |
| sie/Sie | -en | sie spielen |
| Zeit | Beispiel | Verwendung |
|---|---|---|
| Präsens | ich spiele | Gegenwart |
| Präteritum | ich spielte | Vergangenheit, v.a. schriftlich |
| Perfekt | ich habe gespielt | Vergangenheit, v.a. mündlich |
| Plusquamperfekt | ich hatte gespielt | Vorvergangenheit — was VOR einem anderen vergangenen Ereignis geschah |
| Futur I | ich werde spielen | Zukunft |
Das Plusquamperfekt braucht immer einen zweiten Bezugspunkt in der Vergangenheit: "Ich hatte schon gegessen, bevor du kamst" — das Essen war zuerst.
Im Hauptsatz steht das Prädikat an Position 2:
Ein Nebensatz wird durch "weil", "dass", "obwohl" o.ä. eingeleitet — das Verb wandert ans Ende:
Es gibt verschiedene Arten von Nebensätzen, je nach einleitendem Wort:
| Art | Einleitung | Beispiel |
|---|---|---|
| Kausalsatz | weil, da | … weil es regnet. |
| Konditionalsatz | wenn, falls | … wenn du Zeit hast. |
| Konzessivsatz | obwohl | … obwohl er müde war. |
| Relativsatz | der/die/das | … der gestern kam. |
Zwei gleichwertige Hauptsätze, verbunden mit "und"/"aber", nennt man Satzreihe. Ein Hauptsatz plus ein davon abhängiger Nebensatz heißt Satzgefüge — der Nebensatz kann dabei nicht alleine stehen.
Komma vor einem Nebensatz:
Komma bei Aufzählungen:
Komma vor "aber"/"sondern":
Direkte Rede: Anführungszeichen um die wörtliche Rede, Komma trennt sie vom Redebegleitsatz:
Doppelpunkt: kündigt etwas an — eine wörtliche Rede, eine Aufzählung, oder eine Erklärung:
Groß-/Kleinschreibung: Nomen immer groß — auch von Verb/Adjektiv abgeleitet: "das Laufen", "das Gute".
s / ss / ß: nach kurzem Vokal "ss", nach langem Vokal/Doppellaut "ß":
ie oder i: ein langes "i" wird meistens "ie" geschrieben:
| Wort | Bedeutung |
|---|---|
| seit | Zeit ("seit gestern") |
| seid | Form von "sein" ("ihr seid") |
| das | Artikel/Pronomen |
| dass | Konjunktion ("ich weiß, dass …") |
| wieder | nochmal ("ich komme wieder") |
| wider | gegen ("das spricht wider die Regel") |
Das Reimschema ist das Muster, nach dem sich Verszeilen am Ende reimen. Vier Grundtypen:
| Schema | Muster | Beispiel |
|---|---|---|
| Paarreim | aabb | Zeile 1+2 reimen, Zeile 3+4 reimen |
| Kreuzreim | abab | Zeile 1+3 reimen, Zeile 2+4 reimen |
| umarmender Reim | abba | Zeile 1+4 reimen, Zeile 2+3 reimen |
| Schweifreim | aabccb | seltener, kombiniertes Muster |
Versmaß ist das Muster aus betonten (fett) und unbetonten Silben. Am leichtesten hörst du es an einzelnen Wörtern:
| Versmaß | Muster | Beispiel |
|---|---|---|
| Jambus | unbetont-betont | geSANG, verSTAND |
| Trochäus | betont-unbetont | MUNter, SONne |
| Daktylus | betont-unbetont-unbetont | MÄRchenhaft, WUNderlich |
| Anapäst | unbetont-unbetont-betont | in der NACHT, auf dem MEER |
Sprachliche Bilder und Muster, mit denen Dichter Wirkung erzeugen:
| Mittel | Erklärung | Beispiel |
|---|---|---|
| Metapher | bildlicher Ausdruck ohne "wie" | das Eis ihres Herzens |
| Vergleich | Verbindung mit "wie" oder "als" | schnell wie der Wind |
| Personifikation | Ding bekommt menschliche Eigenschaft | die Sonne lacht |
| Alliteration | gleicher Anfangslaut mehrerer Wörter | Fischers Fritz fischt frische Fische |
| Anapher | Wiederholung am Satz-/Versanfang | wir kämpften, wir litten, wir siegten |
| Hyperbel | starke Übertreibung | tausend Tränen weinen |
Einleitung: Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Epoche, Thema in ein bis zwei Sätzen.
Hauptteil: Inhalt zusammenfassen, dann Form beschreiben (Strophen, Verse, Reimschema, Versmaß) und sprachliche Mittel benennen — immer mit der Frage: welche Wirkung erzeugt das? Nie nur auflisten, sondern deuten.
Schluss: eigene Interpretation, Bezug zur Epoche oder zum Leben des Autors, ggf. eigene Einschätzung.
Bedeutung: —
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Nominativ — Wer oder was? Der Fall des Subjekts.
Akkusativ — Wen oder was? Der Fall des direkten Objekts.
Dativ — Wem? Der Fall des indirekten Objekts.
Genitiv — Wessen? Der Fall des Besitzes.
Metapher — ein bildlicher Ausdruck ohne "wie": "das Eis ihres Herzens".
Vergleich — verbindet zwei Dinge mit "wie" oder "als": "schnell wie der Wind".
Paarreim — Muster aabb: Zeile 1+2 reimen, Zeile 3+4 reimen.
Kreuzreim — Muster abab: Zeile 1+3 reimen, Zeile 2+4 reimen.